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Mit großer Freude konnte am Dienstagvormittag die druckfrische Festschrift zum Doppeljubiläum offiziell an Dekan Ralf Heidenreich und Festleiter Johann Bräu übergeben werden. Hinter dem Werk steckt eine enorme Gemeinschaftsleistung des sechsköpfigen Festschrift-Teams, das in monatelanger intensiver Arbeit eine beeindruckende Chronik geschaffen hat.
Die 236 Seiten starke Festschrift umfasst rund 250 Fotos und insgesamt 80 Beiträge der letzten 40 Jahre. Sie spiegelt eindrucksvoll die Geschichte, den Glauben sowie das kirchliche und gesellschaftliche Leben in Zell wider. Bereits lange vor der eigentlichen Gestaltung begann die immens aufwendige Vorarbeit mit dem Sammeln historischer Bilder, dem Recherchieren alter Zeitungsberichte sowie zahlreichen Gesprächen und Nachfragen.
Unterstützt wurden Anna Stubenrauch, Karl Kotz, Konrad Weber, Thomas Probst, Antonia Kulzer und Angelika Handl dabei vom Pfarrbüro mit Caroline Humbs sowie von Margot Schwarzfischer, Andreas Meyer und Dr. Manuela Daschner. Großen Anteil am gelungenen Ergebnis hatte auch die Druckerei Schramm aus Wörth, die in der unkomplizierten wie netten Zusammenarbeit, mit Erfahrung und fachkundigen Tipps die Festschrift zusätzlich aufwertete.
Dekan Ralf Heidenreich zeigte sich bei der Übergabe sichtlich beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten. Er lobte besonders den zeitintensiven Einsatz des Teams, dass mit viel Herzblut ein wertvolles Erinnerungsstück über die Heimat Zell und ihre Kirche geschaffen habe.
Die Festschrift wird erstmals beim Pfarrfest am Sonntag, 7.6. durch das Festbüro verkauft. Der Preis beträgt 10 Euro. Die Verantwortlichen betonen jedoch, dass die Druckkosten dadurch nicht vollständig gedeckt werden können. Deshalb gelte allen Sponsoren ein besonderer Dank, die im Vorfeld mit ihren Spenden zur Verwirklichung dieses besonderen Werkes beigetragen haben.
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Im Rahmen des Jahresprogramms zum Doppeljubiläum – 700 Jahre Pfarrei und 140 Jahre Pfarrkirche, fand am Freitagabend, 8.5. eine feierliche Maiandacht im Pfarrhof Zell statt. Zahlreiche Gläubige versammelten sich rund um die kleine Kapelle im Pfarrgarten, die eingebettet zwischen blühenden Obstbäumen und bei strahlendem Sonnenschein, ein besonderes Ambiente, darbot. Für die Andacht war Weihbischof Dr. Josef Graf nach Zell gekommen.
Der Festausschuss hatte die Feierlichkeiten sorgfältig vorbereitet und für einen würdigen Rahmen gesorgt. Der Überlieferung nach soll sich an der Stelle der heutigen Kapelle einst der Altar der alten Kirche befunden haben, die früher neben dem Pfarrhaus stand. Musikalisch umrahmt wurde die Maiandacht von der Blaskapelle Zell.

Unter den Mitfeiernden befanden sich auch Dekan Ralf Heidenreich sowie Pfarrer Tinu Nedumbakaran und Pastoralreferent Thomas Probst, genauso wie einige Klosterschwestern mit Sr. Birgitta. In seiner Ansprache erinnerte Weihbischof Graf daran, dass der Monat Mai in besonderer Weise der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet sei. Gerade in schwierigen Zeiten könne der Glaube den Menschen Halt und Zuversicht schenken.
Besonders die Mutter Gottes sei für viele Gläubige eine wichtige Stütze und ein Zeichen der Hoffnung. Im Anschluss an die Maiandacht nutzte man die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit dem Weihbischof und bei Getränken und warmen Leberkässemmeln klang der Abend in geselliger Runde gemütlich aus.

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Ein gut gefüllter Saal im Gemeindehaus Martinsneukirchen zeugte am Sonntag, 19. April, vom großen Interesse an der Geschichte der Pfarrei Zell. Rund 70 Zuhörer waren gekommen, um den Vortrag von Dr. Manuela Daschner zu verfolgen, der im Rahmen des Jubiläumsjahres „700 Jahre Pfarrei Zell und 140 Jahre Pfarrkirche“, stattfand. Unter dem Titel „Historie – sieben Jahrhunderte bewegte Geschichte“ spannte die Referentin einen weiten Bogen von den Anfängen im Mittelalter bis in die Neuzeit.
Gleich zu Beginn erläuterte Daschner die aufwendige Recherchearbeit. Historische Quellen seien oft lückenhaft, erklärte sie, und müssten wie ein Puzzle aus unterschiedlichsten Archiven und Dokumenten zusammengesetzt werden. Trotz dieser Herausforderungen gelang es ihr, die Entwicklung der Pfarrei Zell anschaulich und detailreich darzustellen.
Im Mittelpunkt ihres einstündigen Vortrags stand die wechselvolle Geschichte der Region. Ausgehend vom 14. Jahrhundert mit dem Pfarreienverzeichnis von 1326 und der Bedeutung der Burg Lobenstein führte sie durch die Wirren der Hussitenkriege und die Zeit der „Hofer von Lobenstein“. Auch die Glaubensspaltung und die Teilung des Ortes im 16. Jahrhundert nahm breiten Raum ein. So wurde Zell nachweislich 1538 in Oberzell und Unterzell geteilt – eine Grenze, die bis 1808 Bestand hatte.
Einen eindrucksvollen Einblick bot die Darstellung des 17. Jahrhunderts, das stark vom Dreißigjährigen Krieg geprägt war. Plünderungen, Brandschatzungen und Truppendurchzüge hinterließen ihre Spuren. Nicht unbedingt durch den Kampf, sondern durch dessen Folgen: Seuchen, Unterernährungen und Infektionen – kostete ein Drittel der Bevölkerung das Leben. Auch kirchliche Veränderungen blieben nicht aus: Nach der Flucht des Pfarrers im Jahr 1632 übernahm das Kloster Frauenzell die Seelsorge, bevor die Pfarreien schließlich inkorporiert wurden.
Im 18. Jahrhundert standen zahlreiche Kirchenbauten und Erweiterungen im Fokus, während das 19. Jahrhundert von Reformen und Umbrüchen geprägt war. Die Säkularisation brachte tiefgreifende Veränderungen mit sich, darunter die Neuordnung der Pfarreien und die Auflösung von Klöstern. Besonders die Eingliederung von Martinsneukirchen als Filiale der Pfarrei Zell führte über Jahrzehnte hinweg zu Spannungen, die erst im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts abklangen.
Anschaulich untermauert wurde der Vortrag durch Kartenmaterial, das die Entwicklung von Ortsnamen, Pfarreigrenzen und Adelssitzen verdeutlichte. Auch die Geschichte der Burg Lobenstein sowie die politischen Einflüsse der Oberpfalz und des Hausvertrags von Pavia fanden Beachtung.
Zum Neubau der Pfarrkirche im 19. Jahrhundert verwies die Referentin auf eine kommende Festschrift, die es am 7. Juni beim Pfarrfest zu erwerben gibt und weitere Einblicke bieten wird. Der aktuelle Vortrag habe bewusst den Schwerpunkt auf die 700-jährige Geschichte der Pfarrei gelegt, während die Kirche selbst im Rahmen einer weiteren Kirchen-Führung im Oktober näher betrachtet werde.
Zum Abschluss bedankte sich Dr. Manuela Daschner beim Publikum für das große Interesse. Die Zuhörer honorierten das Gehörte mit langanhaltendem Applaus. Der Vortrag machte deutlich, wie facettenreich und lebendig die Geschichte der Pfarrei Zell ist – und wie sehr sie die Region bis heute prägt. In der anschließenden Fragerunde an sie, gab es noch einige interessante Antworten.
Auch Dekan Ralf Heidenreich zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Rednerin. Er würdigte insbesondere die intensive und detailreiche Recherchearbeit: „Hut ab und Vergelt’s Gott für diesen Einsatz.“ Zudem dankte er dem Festausschuss-Team für die Bewirtung mit Getränken und Kaffee.
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Am vierten Fastensonntagnachmittag versammelten sich die Firmkinder aus der Pfarreiengemeinschaft Wald und Zell, sowie deren Eltern und viele Bittgänger, um im Rahmen des Doppel-Pfarrjubiläums den Kreuzweg zu beten, der sich auf den Weg zur Burg Lobenstein hinauf befindet. Trotz eines wolkenbehangenen Himmels zogen Pfarrer Tinu Nedumbakaran und Diakon Klaus Schülein mit den Firmkindern - betend und singend vom Pfarrhof Zell weg hinauf zum Burgberg, zur ersten Station von insgesamt 14.
Ein Holzkreuz, dass immer ein anderes Mädchen oder Junge trug, ging dazu allen Gläubigen voran. An jedem Stein, der eine Kreuzwegstation innehat, wurde Halt gemacht und jeder der Firmlinge las und betete an einer der Stationen. Alle stimmten dazu jeweils mit einem Lied ein, bevor man wieder zur nächsten Kreuzwegstation ging. Nach der letzten Station am Burgberg, bedankte sich Pfarrer Tinu und Diakon Schülein für die Teilnahme.

Nach diesem Programmpunkt des Jubiläumsjahres, folgen am 19.4. ein Vortrag von Dr. Manuela Daschner in Martinsneukirchen und eine Maiandacht im Zeller Pfarrgarten am 8.5. Mit großen Schritten geht es dem feierlichen Pfarrfest am 7.6.2026 entgegen und auch die Firmung, die am 3.Juli sein wird, findet im Jubiläumsjahr treffend in Zell in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt statt.
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Geselligkeit, gemütliches Miteinander und auch mal persönlich mit den Geistlichen der Pfarrei ins Gespräch kommen – das war beim Seniorennachmittag vergangenen Sonntag möglich. Im Rahmen des Pfarrjubiläums, dass die Pfarrei Zell mit ihren 700 Jahren feiern kann und genauso die Pfarrkirche, die 140 Jahre alt wird, hatte der Pfarrgemeinderat aus Zell die Männer und Frauen ins Gemeinschaftshaus nach Beucherling eingeladen.
Bei dem verregneten Nachmittag füllte sich das Sportheim rasch und Dekan Ralf Heidenreich begrüßte die Anwesenden. Die musikalische Umrahmung übernahm Diakon Klaus Schülein auf seinem Akkordeon und spielte immer wieder passende Stücke. Zum verlockend, frischen Kaffeeduft konnten sich die Gäste am reichhaltigen Kuchenbuffet, mit allerlei selbstgebackenen Torten, Kuchen und Kleingebäck bedienen. Nach einem Plausch berichtete Pfarrer Tinu Nedumbakaran über seine Heimat Indien.

Der aus Kerala stammende Priester erzählte über seinen Orden, die Vincentianische Kongregation, die auch in Deutschland tätig ist. Dazu zeigte er anhand von Bildern und Videos über die Leinwand, was die katholische Kirche und das Christentum in Indien bedeutet, angefangen von der Taufe, zur Firmung und der ersten heiligen Kommunion, zur Ehe oder die Fastenzeit mit Aschermittwoch und Karfreitag bis hin zu Ostern, erklärte Pfarrer Tinu mithilfe von Beispielen, den interessierten Gästen.

Im Anschluss gab die Theatergruppe Lobenstein aus Zell mit ihren drei Akteuren, einen kurzen Sketch zum Besten. Mit einer Darbietung „Besuch bei Dr. Fühldichgut“ strapazierten Teresa Koch, Andreas Dietlmeier und Fabian Hecht die Lachmuskeln und bekamen dafür großen Applaus. Bei belegten Brötchen und Getränken, sowie einem Ratsch und Plausch mal dort, mal da, verweilte man noch lange beim Seniorennachmittag in Beucherling.

Die Theaterfreunde Lobenstein (Andreas Dietlmeier, Teresa Koch, Fabian Hecht) sorgten mit einem Sketch "Besuch beim Arzt" für Lacher.




