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Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell
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Schöpfungsgottesdienst vor der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Hetzenbach

Am Dienstagabend fanden sich zahlreiche Gläubige vor der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Hetzenbach ein um für die Bewahrung der Schöpfung beim gemeinsamen Gottesdienst zu beten. Unter freiem Himmel wurde bei herbstlichen aber noch angenehmen Temperaturen, über die Verantwortung des Menschen für die Natur und einen bewussteren Umgang mit den Ressourcen der Erde nachgedacht. Der Altar war nahe der Sakristei aufgebaut und mit Blumen und Früchten der Erde geschmückt.

Dekan Ralf Heidenreich erinnerte daran, wie wichtig es ist, mit den Ressourcen der Erde achtsam umzugehen. „Wir müssen lernen, wieder bescheidener zu werden“, sagte er. Wasser solle nicht unnötig verschwendet werden. Auch könne man damit leben, wenn im Supermarkt einmal nicht jedes Regal vollständig gefüllt sei. Gerade angesichts von Waldbränden, die lange Dürre heuer, der geringe Regen, die zunehmenden Hitzeperioden und Überschwemmungen mache deutlich, dass der Umgang des Menschen mit der Natur Folgen habe.

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Der Schöpfungsgottesdienst sollte deshalb dazu anregen, das eigene Verhalten zu hinterfragen und im Alltag bewusster mit den natürlichen Lebensgrundlagen umzugehen. Dabei knüpfte Dekan Heidenreich an das Erntedankfest des vergangenen Wochenendes an. Erntedank führe vor Augen, dass die Gaben der Erde keine Selbstverständlichkeit seien. Dankbarkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem, was uns zur Verfügung steht, gehörten zusammen.

Aus christlicher Sicht ist die Bewahrung der Schöpfung ein grundlegender Auftrag, denn im Buch Genesis heißt es: „Gott, der Herr, nahm also den Menschen und setzte ihn in den Garten von Eden, damit er ihn bebaue und hüte.“ Der Mensch soll die Erde nutzen, zugleich aber dafür Sorge tragen, dass sie auch für kommende Generationen lebenswert bleibt.

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Diese Form des besonderen Schöpfungsgottesdienst zeigte somit einen konkreten Auftrag - weniger verschwenden, bewusster leben, zufrieden sein mit etwas weniger, statt immer höher und immer weiter und vor allem die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung wieder stärker wahrnehmen, wertschätzen und weitergeben. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch Thomas Schön an der Orgel.

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