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- Angelika Handl
- Kategorie: Pfarreiengemeinschaft
Am 15. Januar verstarb die ehemalige Pfarrhaushälterin Anna Spießl in Roding. Die gebürtige Stamsriederin erblickt dort am 24. September 1939 das Licht der Welt und wuchs dort mit drei Geschwistern auf. Nach ihrer Schulzeit absolvierte sie die Hauswirtschaftsschule in Straubing. Als ihr älterer Bruder Willibald im Jahr 1958 zum Priester geweiht wurde, zögerte sie nicht lange und begleitete ihn als seine Pfarrhaushälterin – und das ein Leben lang.
Bei den vielen Pfarrstationen wie Umzüge hielt sie ihren Bruder stets den Rücken frei, ob das in Kürn war, die 21 langen Jahre in Michelsneukirchen, oder in Tännesberg und dann ab 2003 in Wald. Stets war die „kleine“ Schwester für ihren Bruder, für die Familie wie Verwandten und Freunde mit ihrer Fürsorge da.
Es war ihre Berufung.
Vielfach aktiv war Anna Spießl in verschiedenen Vereinen in den einzelnen Gemeinden dabei und unterstützte mit ihrem Wissen, Engagement und den guten Kontakt zu den Menschen. Auch das Ehrenamt als Vorsitzende der Pfarrhaushälterinnen der Diözese Regensburg hatte sie lange Zeit inne.
Die Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell hatte die Geschwister Spießl sehr schnell ins Herz geschlossen. Treffend dazu formulierte die erste Bürgermeisterin aus Wald, Barbara Haimerl: „Wer im Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot, er ist nur fern. Anna Spießl hat mit ihrer liebenswürdigen Art viele Herzen in ihrer langen Zeit in Wald gewonnen. Sie wird liebevoller Erinnerung bleiben“, würdigte sie Haimerl.
Viele Beileidswünsche kamen auch aus Rom, Indien und Afrika. Die Vielzahl an Aushilfspfarrer und Geistlichen die sie in ihrer Laufzeit als Pfarrhaushälterin von BGR Willibald Spießl kennenlernten durfte, bedauerten es und jeder erinnerte an die einladende, stetige Gastfreundlichkeit und Unterstützung der Geschwister, aber vor allem an die fürsorgliche, ja mütterliche Herzlichkeit von Anni, die unvergessen bleibt.
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- PG Wald-Zell
- Kategorie: Pfarreiengemeinschaft
Am Mittwoch, den 21. Januar 2026 findet im Pfarrheim Wald um 19.00 Uhr eine Pfarrversammlung der Pfarreiengemeinschaft Wald-Zell statt.
Die Ziele der Pfarrversammlung sind Informationsaustausch, Vernetzung und Stärkung des Gemeindebewusstseins. Sie soll allen Gemeindemitgliedern die Möglichkeit geben, an der Gestaltung des pfarrlichen Lebens mitzuwirken und ehrenamtliches Engagement fördern.
Angesichts der sich verändernden Pfarrstrukturen, der gelebten Glaubenspraxis und gesellschaftlicher Wandlungen möchte die Pfarrversammlung aktuelle Informationen zur momentanen Lage und zu künftigen Planungen geben.
Da am 1. März wieder die Pfarrgemeinderatswahl stattfindet – diesmal wird für Wald und Zell ein gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt – ist für die Pfarreiengemeinschaft eine solche Versammlung eine gute Gelegenheit, sich zu informieren.
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- Kristina Groß
- Kategorie: Pfarreiengemeinschaft
Am Nachmittag des Heiligen Abends fand in der Pfarrkirche in Wald eine stimmungsvolle Kleinkinder-Andacht statt. Gestaltet wurde sie von Pastoralreferent Thomas Probst, der zahlreiche Familien mit ihren Kindern begrüßen konnte. Mit dem Eingangslied „Ihr Kinderlein kommet“ begann die Andacht. Anschließend las Probst die Weihnachtsgeschichte vor. Zuvor hatte er an alle Kinder Figuren aus der biblischen Erzählung verteilt. Beim Vorlesen durften die Kinder diese nach vorne bringen, wo bereits ein Weg zur Krippe mit Tüchern vorbereitet war.

So entstand Schritt für Schritt eine lebendige Szenerie rund um die Weihnachtsgeschichte. Ein besonderer Moment war erreicht, als nach der Vollendung der Geschichte der Christbaum in der Kirche erleuchtet wurde – die Kinderaugen begannen zu strahlen. Mit großer Freude und Spannung waren die jungen Besucher bei der Andacht dabei. Auch im Anschluss nahmen sich viele Familien Zeit, die entstandene Szenerie sowie die große Krippe neben dem Altar zu betrachten. Die Lieder wurden gemeinsam gesungen und von Pastoralreferent Probst angestimmt, was der Andacht eine besonders herzliche und familiäre Atmosphäre verlieh.
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- Günther Glitschenstein
- Kategorie: Pfarreiengemeinschaft
Am Samstag fand in Zell ein besonders Ereignis statt. Soweit die Erinnerungen zurückreichen, konnte man in Zell noch keine Diakonweihe feiern. Umso mehr freute man sich, dass Klaus Schülein, Pastoralreferent im Pfarrverband Wald–Zell, im Jubiläumsjahr der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, von Bischof Rudolf Voderholzer zum Diakon geweiht wurde. Es ist ein Schritt zur Priesterweihe im Bistum Regensburg, die er am 27.06 2026 im Dom zu Regensburg erhält.
Klaus Schülein ist 1994 geboren, er wuchs in Übersee am Chiemsee auf und ist der erste Überseer seit 41 Jahren, der sich auf die Priesterweihe vorbereitete. An der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte er Theologie. 2017 wurde er dort zum Lektor beauftragt. Nach einer Unterbrechung arbeitete er als Nachhilfelehrer und Pastoralassistent in
Geisenfeld. Neben der Theologie ist er Autor, des Buches “Der Klang der Organa”.

Das Pontifikalamt begann mit dem prächtigen Einzug des Bischofs, begleitet von Priestern, Diakonen und Ministranten. Schon vor der Kirche wurde der Bischof von Zeller Kindergartenkindern und von der Blaskapelle Zell herzlich begrüßt. Auch die musikalische Begleitung durch den Zeller Kirchenchor und Scholaren aus dem Alumnat des Priesterseminars St. Wolfgang aus Regensburg umrahmten das Pontifikalamt eindrucksvoll. Nach dem Altarkuss nahm der Bischof auf der Kathedra Platz, Kyrie und Gloria eröffnen die Messe.

Im Rahmen einer feierlichen Liturgie stellte Regens Dr. Daniel Stark den Kandidaten dem Bischof und der Gemeinde vor. Der Kandidat bekannte seinen Willen zur treuen Amtsführung und gab das Versprechen ab, Gehorsam gegenüber dem Bischof, Dienst am Evangelium. Er legte sich längs ausgestreckt vor dem Altar nieder, während die Gemeinde die Allerheiligenlitanei betet, ein Symbol totaler Hingabe an Gott. Die bischöfliche Diakonweihe markiert einen entscheidenden Schritt im geistlichen Leben eines Kandidaten, der in den Dienst der Kirche tritt.

Als erste Stufe des Weihesakraments spendete der Bischof durch Handauflegung und Gebet die Gnade des Diakonats, das Wort-, Altar- und Nächstenliebedienst umfasst. Er verwies auch auf das Stundengebet für die Menschheit sowie das Evangelium zu verkünden. Ein lebendiger Austausch im Rahmen seines Wirkens sei besonders wichtig. Nimm die neuen Aufgaben an, sagte der Bischof in Richtung des neuen Diakons Klaus Schülein. Im sakramentalen Höhepunkt legte der Bischof schweigend die Hände auf den Kandidaten auf und sprach das Weihegebet, das den Heiligen Geist herabrufen lässt. Dieser Ritus, apostolisch belegt, vermittelt die Weihegnade unwiderruflich.

Klaus Schülein wurde Stola und Dalmatik angelegt, Symbole liturgischen Dienstes, das Evangeliar wurde überreicht als Zeichen des Wortdienstes. Der Bischof umarmte den Neudiakon, und besiegelt so die Gemeinschaft. Der neu geweihte Diakon assistierte nun aktiv. Er rief den Friedensgruß aus und übernahm die Gabenprozession. Nach Kanon, Kommunion und Schlussgebet
erteilte der Bischof den dreifachen Segen, der Diakon entließ dann die Gläubigen. Dekan Ralf Heidenreich danke Bischof Rudolf Voderholzer für seinen Besuch und die feierliche Weihe von Klaus Schülein, ein unvergessliches Ereignis in Zell. Der Auszug schloss das Pontifikalamt ab.





