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- Angelika Handl
- Kategorie: Pfarrbereich Martinsneukirchen
Ein eindrucksvolles Krippenspiel haben die Kinder aus Martinsneukirchen und Umgebung am Heiligen Abend in der Filialkirche Sankt Martin aufgeführt. Bei der weihnachtlichen Andacht, die von Susanne Gebhardt und Helmut Baumer gestaltet wurde, schlüpften mehr als 20 Teilnehmer in die Rollen der Herbergssuche. Die beeindruckende Darstellung wurde stets mit passenden Liedern untermalt bis mit „D´Liab is vom Himmel kuma“, das Krippenspiel endete. Musikalisch wurde das Ereignis der Heiligen Nacht von Susanne Gebhardt (Klavier) mit Tochter Marie Gebhardt (Querflöte)umrahmt.
Die Darsteller:
Maria und Josef: Stella Fries und Fritz Störzer
Der Erzengel Gabriel: Sofia Kuck
Die Engel: Lena Haimerl, Heidi Jobst, Zoe Waldow, Lena Pangerl, Almut Jobst, Isabella Heuberger
Die Hirten: Tobias Pangerl, Korbinian Meinzinger, Lorenz Störzer, Johannes Meinzinger, Felix Reitmeyer, Theo Bieber, Elias Haimerl, Josef Dummer
Die Wirtin und die Wirte: Katharina Bieber, Leon Beiderbeck, Theo Hildebrandt
Erzähler: Jonas Beiderbeck
Großer Dank für die Unterstützung beim Einstudieren erging an Susanne Gebhardt und Bianca Bieber, sowie an Angelina Fries und Stefanie Meinzinger.
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- Angelika Handl
- Kategorie: Pfarrbereich Martinsneukirchen
Wer vergisst und nicht ehrt, tut nichts für den Frieden
Beim letzten Gottesdienst im Kirchenjahr, einen Tag vor dem Hochfest „Christkönig“, gedachten die Gläubigen und Vereine aus Martinsneukirchen und Schillertswiesen am Kriegerdenkmal den Verstorbenen und Gefallenen aus den beiden Weltkriegen. Zum Volkstrauertag formierten sich die Vereine mit Fahnenabordnungen vom Gemeindehaus zum Denkmal, angeführt durch die Blaskapelle Zell.
Dekan Ralf Heidenreich sprach davon, dass leider immer weniger Leute diesen Tag ehren. Gerade in dieser Zeit soll uns der Volkstrauertag mahnen, denn Frieden ist das Wichtigste. „Jeder Einzelne kann bei sich anfangen, um so mit und in seinem Herzen für Frieden zu sorgen. Gott bestärkt uns und bereichert uns mit seinem Wort. Und dieses Wort ist Fleisch geworden in Jesus Christus. Er ist der König der Herrlichkeit und seine Herrschaft heißt Liebe, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit“.
Bürgermeister Thomas Schwarzfischer verdeutlichte mit nachdenklichen Worten, das die Orte der Gedenktafeln, Kreuze und Denkmäler als Zeichen gesehen werden sollen. „Sie sind nicht gestorben, damit wir auch kämpfen müssen, sie sind gestorben damit wir nachdenken wie sinnlos der Krieg ist“.
Überlegen, selbst urteilen, klug und menschlich entscheiden und mehr Zufriedenheit bei jedem Einzelnen, seien die Aufgaben die wir haben“, so Schwarzfischer. Danach legte der Rathauschef einen Kranz am Denkmal nieder wo zwei Kameraden als Ehrenwache standen. Die Blaskapelle Zell stimmte die Bayernhymne an und Bollerschüsse erwiesen die Ehre. Im Anschluss fand der Gottesdienst in der Filialkirche statt.

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- Gerlinde Fink
- Kategorie: Pfarrbereich Martinsneukirchen
Bischof Rudolf Voderholzer feiert Andacht an der Sankt-Wolfgangskapelle
Das kommt nicht alle Tage vor, dass ein Bischof eine kleine Dorfkapelle besucht. Und doch kam der geistliche Hirte des Bistums Regensburg am Sonntagnachmittag im kleinen Dörfchen Schillertswiesen vorbei, um an der Sankt-Wolfgangskapelle die alljährliche Andacht zu feiern.
Auch wenn sich anfangs noch spärlicher Besucht abzeichnete - viele waren noch beim Feuerwehreinsatz in Postfelden - so füllten sich nach und nach die Bänke, die der Kapellenverein mit Unterstützung der Dorfgemeinschaft im Vorfeld bereitgestellt hatte. Bischof Rudolf Voderholzer trug sich zu Beginn in das Goldene Ehrenbuch in der Kapelle ein und begrüßte die Anwesenden persönlich.
Bischof dankt den Verantwortlichen
Gemeinsam mit Dekan Ralf Heidenreich und Pfarrer Tinu Nedumbakaran sowie den begleitenden Priestern des Bischofs feierte man an der Kapelle eine Andacht. Die Schmidmusikanten umrahmten diese.



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- Kristina Groß
- Kategorie: Pfarrbereich Martinsneukirchen
Vergangenen Sonntag war es in Schillertswiesen endlich so weit. Nach wochenlangen Planungen und Vorbereitungen stattete Bischof Rudolf Voderhholzer den Gläubigen seinen angekündigten Besuch ab und hielt, an der dem Heiligen Wolfgang gewidmeten Kapelle am Ortsrand, eine feierliche Wolfgangsandacht.
Vor 1100 Jahren wurde der Bistumspatron, der Heilige Wolfgang, geboren. Aus diesem Anlass beging das Bistum Regensburg unter dem Motto „einfach glauben – leben wagen“ vom 31. Oktober 2023 bis 31. Oktober 2024 ein „Wolfgangsjahr“. Auch wenn dieses Jubiläumsjahr offiziell bereits vorüber war, war der Besuch des Bischofs und die von ihm zelebrierte Andacht nicht weniger feierlich. Zahlreiche Dorfbewohner und Gläubige aus umliegenden Orten waren zur Wolfgangskapelle gekommen, um dieses besondere Ereignis gemeinsam zu verleben.
Und auch Petrus tat sein Bestes. Der schön hergerichtete Platz an der Kapelle erschien im herbstlichen Glanz und die Sonne strahlte durch das Geäst der umliegenden Bäume. Dekan Ralf Heidenreich begrüßte den Bischof und die Gläubigen. Sodann übernahm Bischof Voderholzer das Wort und zeigte sich sehr erfreut über den zahlreichen Besuch zum gemeinsamen Gebet. Zudem würdigte er die Eigeninitiative der Schillertswiesener Dorfbevölkerung, die den Bau der Kapelle erst möglich machte. Pastoralreferent Thomas Probst verlas im Anschluss eine Kurzfassung des Lebens des Heiligen Wolfgang.
Zu seiner Predigt trat Bischof Rudolf nach vorne sprach über die besonderen Merkmale, die den Heiligen Wolfgang ausmachten und die auch die künstlerischen Darstellungen des einstigen Bischofs von Regensburg prägen. Gekonnt band er dabei die Gläubigen und vor allem die vor ihm sitzenden Kinder mit ein. Neben dem Bischofsstab, der Mitra und dem Kirchenmodell ziert die Darbietungen des Heiligen Wolfgang auch eine Axt beziehungsweise ein „Hackl“.
Diese Tatsache beruht auf der Legende, wonach er auf dem Falkenstein am Wolfgangsee stand und eine Eingebung hatte. Er solle ein Hackl ins Tal werfen und dort wo das Beil auftrifft, beginnen eine Kirche zu bauen. So tat es der Heilige Wolfgang und es entstand die Wolfgangskirche am bekannten Wolfgangssee. „Er wird aber auch als Kirchenbauer im geistigen Sinne gesehen, da Wolfgang auch aus den Menschen, also den lebendigen Steinen, symbolisch Kirchen baute, indem er lange Zeit als Lehrer tätig war.“, so der Geistliche. Nach dem Pontifikalsegen sangen die Gläubigen gemeinsam das Lied „Großer Gott wir loben dich“.
Musikalisch umrahmt und begleitet wurde die Andacht von den Kerscher-Musikanten und ihren Blasinstrumenten. Nach Abschluss der Andacht hatten die Besucher die Möglichkeit sich den Einzelsegen mit den Wolfgangsreliquien abzuholen. Viele kamen dem nach und dieser besondere Moment wird allen sicherlich lange in Erinnerung bleiben und sie im Glauben weitertragen. Sodann stellte man sich an der Straße auf, um angeführt von der Blasmusik in die Dorfmitte zum Feuerwehrgerätehaus zu marschieren.
Dort angekommen fanden die Gläubigen in der vorbereiteten Fahrzeughalle ein warmes Plätzchen sowie Speis und Trank. Helmut Baumer, der erste Vorsitzende des Kapellenvereins überreichte zusammen mit seinem Stellvertreter sowohl an den Bischof, als auch an Dekan Heidenreich ein kleines Präsent und Dankeschön für ihr Kommen und die schöne Andacht. Zudem dankte er allen Helfern, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des Bischofsbesuchs beigetragen haben und nicht zuletzt allen, die die Wolfgangsandacht mitgefeiert haben.


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- Kristina Groß
- Kategorie: Pfarrbereich Martinsneukirchen
Sicherlich kommt es in der Diözese Regensburg nicht so oft vor, dass der Bischof persönlich eine kleine Kapelle besucht und der zugehörigen Dorfbevölkerung die Möglichkeit zum Gespräch gibt. Umso mehr freuen sich die Schillertswiesner, dass ihnen genau diese Ehre am kommenden Sonntag zuteil wird. Viele nennen die St.-Wolfgangs-Kapelle liebevoll das Herzstück des Dorfes. Und wenn einer die Geschichte um die Entstehung kennt, kann man dies durchaus nachvollziehen.
Über Jahrzehnten bestand bei den Bewohnern von Schillertswiesen der Wunsch, eine Kapelle für den Ort zu errichten. Immer wieder wurde diese Angelegenheit diskutiert. Am 18. Juni 1999 wurde die Bevölkerung von Schillertswiesen zu einer ersten Versammlung ins Feuerwehrhaus geladen. Der viel zu früh verstorbene Johann Dummer unterbreitete damals seine Vorstellungen bezüglich Bau, Standort und Finanzierung einer gewünschten Kapelle. Man hatte zu dieser Zeit keinen Pfennig an Startkapital, was das Vorhaben natürlich nicht gerade einfach machte. Konrad Senft wurde sodann mit einem Planentwurf beauftragt. Alle Anwesenden bejahten dieses Vorhaben und es konnten weitere Schritte eingeleitet werden.
Ein Grundstück am Ortsrand, welches sich im Besitz der Gemeinde und des Landkreises befand wurde als Standort ausgewählt. Nach einer Intervention durch den damaligen Bürgermeister Gerhard Hecht wurde der Plan und die Grundstücksangelegenheit schnell vom Landratsamt Cham positiv entschieden und so wurde bereits am 19. Juli 1999 mit dem Bau begonnen. Arthur Schiegl kümmerte sich derweil um die Finanzierung, die Erstellung einer Satzung, die Gründungsformalitäten zur Gemeinnützigkeit, den Eintrag ins Vereinsregister und schließlich die Gründung eines Kapellenvereins. Aus der gesamten Dorfbevölkerung und von vielen Firmen und Vereinen kam es zu einem regen Spendenaufkommen. Von zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen im Dorf wurde der Erlös zur Finanzierung generiert. Johann Dummer verstand es, das Engagement, den Idealismus, den Mut sowie das handwerkliche Können der Bevölkerung geschickt zu nutzen, um das geplante Bauwerk zu errichten.
Bereits zwei Monate nach Baubeginn wurde Richtfest gefeiert. Danach wurde weiter fleißig gewerkelt. Werner Adlhoch schaffte ein schönes Motiv aus Fliesen mit dem heiligen St. Wolfgang. Auf dem Dach wurde ein kleines Türmchen mit Glocke angebracht. Marlies Sommer gestaltete und spendete einen künstlerisch sehr hochwertigen und wunderschönen Kreuzweg. Am 27. August 2000 wurde die Kapelle feierlich eingeweiht. Hohe Prominenz, Landrat und viele weitere Ehrengäste waren gekommen. Pfarrer Friedrich Artmann segnete die Kapelle und hielt einen beeindruckenden Gottesdienst.
Ein langer Wegbegleiter ist auch der Mesner Josef Fink aus Martinsneukirchen, der bei Bedarf immer wieder zur Seite steht. Im Laufe der Jahre wurden jedes Jahr Maiandachten gebetet und im Oktober Rosenkränze abgehalten, die von den örtlichen Vereinen gestaltet wurden. Zuletzt fand auch die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges der örtlichen Feuerwehr an der Kapelle statt. Es ist ein Ort des Gebets und der Besinnung für alle entstanden. Viele Wanderer und Radfahrer halten das ganze Jahr über bei der Kapelle an, treffen sich dort und halten inne. Bei Todesfällen im Dorf wird oft spontan mit großer Beteiligung ein Totenrosenkranz gebetet. Zudem liegen in der Kapelle sogenannte „Anliegenbücher“ auf. Diese Begleiteten den 1. Vorsitzenden Helmut Baumer bei der Fußwallfahrt nach Altötting und wurden in der Gnadenkapelle für eine Nacht aufgelegt.
Von der Diözese wurde das Vorhaben gewürdigt und so wurde die Vorstandschaft von Bischof Manfred Müller und Pfarrer von St Emmeram Regensburg, Robert Thummerer, in der Wolfgangswoche im Jahr 2001 zur Erhebung des Wolfgangsscheins nach Regensburg in die Basilika eingeladen. Die Schillertswiesner Delegation durfte in der ersten Reihe platznehmen. Bischof Manfred Müller lobte das herausragende Engagement der Schillertswiesner zum Bau der Kapelle „St. Wolfgang“ ganz besonders. Am 2.9.2001 besuchte Bischof Müller sogar die Kapelle in Schillertswiesen persönlich. Dieser Besuch kam recht kurzfristig zustande, doch die Dorfbevölkerung konnte trotzdem zahlreich und schnell zur Kapelle kommen und den Bischof willkommen heißen.
Auch Bischof Rudolf Voderholzer war inoffiziell zusammen mit Dekan Ralf Heidenreich bereits im August 2023 vor Ort. Nun kommt er am Sonntag, 3.11. ein zweites Mal nach Schillertswiesen, und dieses Mal ganz offiziell. Gegen 15.30 Uhr wird Bischof Voderholzer eine kleine Andacht in der Wolfgangskapelle halten. Anschließend ist eine Einkehr im Feuerwehrhaus geplant. Die Bevölkerung hat dort die Möglichkeit zur Begegnung und zum Gespräch mit dem Bischof. Seit Wochen schon laufen die Vorbereitungen für den Bischofsbesuch auf Hochtouren und die Vorfreude ist groß. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt und so hoffen insbesondere die Verantwortlichen des Kapellenvereins auf rege Teilnahme aus der Bevölkerung. (rgk)
Gut zu wissen:
Kapellenverein
1. Vorsitzender: Helmut Baumer
2. Vorsitzender: Franz Senft
Schriftführer: Peter Nebel
Schatzmeister: Arthur Schiegl
Kassenprüfer: Andreas Baumer, Josef Weber




